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Foto by Erica Zabowski on Flirck

7 spannende Podcasts, die euch durch den Winter bringen

Immer nur Serien gucken? Ist doch langweilig! Wir haben eine Alternative für eure Ohren: 7 spannende und entspannende Podcasts. Auf geht's! 

Abends auf dem Sofa hocken und Serien gucken? Das wird auf Dauer doch langweilig. Wir haben eine Alternative für euch: Podcasts! Wir stellen euch 7 spannende, informative und unterhaltsame Formate für die Ohren vor. Das Praktische daran: Die könnt ihr überall hören – beim Joggen oder Spazierengehen, beim Aufräumen und natürlich auch beim Chillen auf dem Sofa. Lauschen ist das bessere Glotzen!

1.

Never Forget 

Die 1990er-Jahre sind ein musikalisch ganz besonderes Jahrzehnt. Techno und Grunge, Dancepop und Britpop, Boybands und Girlbands und und und – so viele Genres boomten in dieser Dekade, so viel gute und so viel ziemlich schräge Musik lief im Radio und im Musikfernsehen, das damals in seiner vollen Blüte stand. Dieser Podcast reist in der Zeit zurück bzw. bringt die Sounds der Nineties in die Gegenwart. Jede Ausgabe ist einem Stil oder ein Phänomen gewidmet: Es gibt Folgen über One-Hit-Wonder (wer erinnert sich an Babylon Zoo?), über Deutschrap (der nicht erst mit den Fanta Vier anfing!) und sogar eine ganze Folge nur über Oasis. 

Die beiden Moderatoren von „Never Forget“ sind komplette Musiknerds und kramen für jede Ausgabe allerhand Anekdoten und Hintergrundwissen über die Künstler*innen, Bands und Songs hervor. Das Ganze ist ein absolutes Feuerwerk – mal zum Brüllen, mal zum Kopfschütteln und mal zum beeindruckten Aha-Sagen. Ältere Semester werden sich beim Hören an viele Jugendmomente erinnern, von ausgelassenen Partys bis zum ersten Liebeskummer. Später Geborene hören, wie das damals war mit der Musik vor Cloudrap, Trap und Co. – ein absolutes Hörvergnügen!

2.

This Is Not A Drake Podcast

Aubrey „Drake“ Graham steht ganz oben auf der Pyramide des HipHop. Dabei ist Drake alles andere als typisch für dieses Genre: Er kommt weder von der Ostküste noch von der Westküste, nicht mal aus den USA, sondern aus dem kanadischen Toronto. Er rappt nicht bloß, er singt auch sehr schön – und seine Lyrics drehen sich nicht ständig um Sex, Gewalt, Drogen, Autos und Blingbling. Drake ist der nette Junge von nebenan. Diese Rolle verkörperte er auch als Teenie in der TV-Serie „Degrassi“. Wie wird so ein Normalo zum Hero? 

Der „This Is Not A Drake Podcast“ geht dem Phänomen Drake auf den Grund – und der Name deutet es schon an: Es geht dabei nicht nur um seine Person. Sondern auch um seine Stadt Toronto und ihre lange HipHop- und R'n'B-Tradition, um singende Rapper, die Mixtape-Kultur und vieles mehr. Ein abwechslungsreicher, musikalischer Podcast, der auch Nicht-Fans von Drake gefallen wird. Sofern es die überhaupt gibt!

3.

Finding van Gogh 

Das „Bildnis des Doktor Gachet“ ist das letzte Bild, das Vincent van Goghs malte, bevor er seinem Leben ein Ende setzte. Das eindrucksvolle Portrait seines Nervenarztes ist verschwunden. Bis heute. Als das Frankfurter Städel Museum Ende 2019 die Ausstellung „Making van Gogh“ eröffnete, zeigte es nicht nur 120 Kunstwerke des Begründers der modernen Malerei, sondern hängte auch einen leeren Bilderrahmen auf – als Hinweis auf das verschollene Werk. Und launchte einen Podcast, der sich auf die Suche nach dem Bild macht und seine einzigartige Geschichte nachzeichnet. Es geht an den Entstehungsort des Portraits im Nordwesten von Paris, zu Kunsthändlern und Sammlern nach New York, in die Schweiz, nach Großbritannien. Wer kaufte das Bild und wer verkaufte es weiter? Wohin wurde es gerettet, als die Nazis es zur „entarteten Kunst“ erklärten? Wo verlor sich seine Spur? 

„Finding van Gogh“ ist eine spannende Recherche und bleibt zugleich angenehm unaufgeregt. Der Podcast gibt Einblick in den Kunstbetrieb und seine Eigenheiten, aber auch in die Person van Gogh und ihr zerrüttetes Leben – und am Ende tauchen gar Hinweise auf, wo sich das legendäre Bild heute befinden könnte.

4.

Moonface

Paul lebt im verschlafenen Örtchen Downey bei Los Angeles. Paul hat große Träume, doch er und seine Freunde kommen nicht so recht aus ihrem Kaff raus, jobben im China-Restaurant oder reißen Tickets ab. Paul ist schwul. Seine Mutter, bei der er immer noch lebt, soll das aber nicht rauskriegen. Schon rein technisch ist die Kommunikation schwierig zwischen den beiden: Die Mutter kommt aus Korea und ihr Englisch ist nicht gut. Paul wiederum versteht kaum Koreanisch – allein das erzeugt Missverständnisse. Dann tritt ein schöner und reicher Unbekannter in Pauls Leben, vieles verändert sich. Paul lernt den Glamour der Metropole kennen und das Verhältnis zu seinen alten Buddies wird schwierig, und dann ist da ja auch noch der Podcast-Kurs, den er eigentlich unbedingt zu Ende machen wollte … 

„Moonface“ ist ein zauberhafter fiktionaler Sechsteiler über Leben, Liebe und Identität. Einer, der auch eine Fernsehserie hätte werden können. Aber es ist schön, dass es „nur“ eine Audioshow ist: So entstehen die Bilder vor dem geistigen Auge wie bei einem guten Hörspiel. Der Sound – die Stadt, die Straßen, die Menschen und die Musik – ist teils grandios. Unbedingt mit Kopfhörern oder guter Anlage hören!

5.

Unnützes Wissen

Das junge Magazin NEON gibt es leider nicht mehr – doch die wohl beliebteste Rubrik des Hefts, „Unnützes Wissen“, hat als Podcast überlebt. Der Name ist Programm: Es geht um Dinge, die man nicht wissen muss – aber wenn man es tut, wird die Welt noch ein bisschen bunter. Wer wusste schon, dass sich die Erddrehung verändert, wenn die Bäume auf der Nordhalbkugel ihre Blätter abwerfen? Oder dass Chop Suey eine amerikanische Erfindung ist, Ketchup hingegen aus China kommt? 

Jede Ausgabe dreht sich um eine andere Kategorie (gar nicht so) nutzlosen Wissens: Essen, Raumfahrt, Haare, Katzen, Aberglaube … es gibt eine Menge zu entdecken. Abonnieren und beim nächsten Small-Talk mit geballter Kompetenz auftrumpfen. Und wer dann noch nicht genug hat – es gibt sogar eine ganze „Unnützes Wissen“-Buchreihe.

6.

Wind of Change

„I Follow the Moskva, And down to Gorky Park, Listening to the wind of change“ – so beginnt das berühmteste Lied der Scorpions. Eine weltbekannt gewordene Hymne über Freiheit und Frieden. So weit so gut. Doch was wäre, wenn es eben nicht nur ein großer Song ist, sondern ein musikalisches Instrument amerikanischer Geheimdienste? 

Dieser Podcast geht einem Verdacht nach. Nämlich dass „Wind of Change“ aus der Feder des CIA stammen könnte. Und dass die Rockband aus Hannover damit losgeschickt wurde, um eine Revolution in der Sowjetunion zu entfachen. So verrückt es klingen mag – könnte es nicht gerade deswegen so gewesen sein? Der Autor des Podcasts macht sich auf die Suche nach Spuren, spricht mit alten Geheimdienstlern, Wegbegleitern der Scorpions und anonymen Tippgebern – sogar mit dem Sänger der Band, Klaus Meine. Wird er das Geheimnis um das Lied preisgeben? Ob das Ganze ein großer lustiger Hoax ist oder am Ende eine Sensation enthüllt … listen to the Wind of Change, kann man da nur empfehlen!

7.

Slow Radio

Dieser Podcast ist ein wahres Audio-Kleinod. Hier geht es um den Klang unserer Welt, um Geräusche aus der Natur – Vogelschwärme und rauschende Bäume, die Brandung auf dem Kiesbett oder das Knistern der Gräser, wenn man über sie drüber läuft. Wie klingt der Wald in Costa Rica? Wie hören sich die schottischen Highlands an? Welche Sounds hört man in einer Oase? 

Beim „Slow Radio“ der BBC gibt Nachtigallen beim Gesang, irische Rinder auf dem Weg in ihr Winterquartier, aber auch akustische Spaziergänge durch Mumbai oder Tokio. Es sind eindrucksvolle „field recordings“, teilweise moderiert und kommentiert, teilweise ganz für sich stehend, die man natürlich nicht hintereinander hören muss, sondern sich ganz nach Gusto den Klang herauspicken kann, der gerade besonders gut zur Stimmung und Situation passt. Kopfhörer auf – und das Eintauchen in andere Welten kann beginnen.

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GENIESSEN IST ETWAS FÜR KENNER…  

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Unser milder Whiskey wird seit über 140 Jahren hergestellt. Eben seit unser Geschäftsgründer, M.W. Heron, 1874 den „Grand Ole´Drink of the South“ kreierte. Schon damals pflegte er gern „keiner so echt wie meiner” zu sagen. Genau das trifft auch heute noch zu, wenn sich Whiskey-Liebhaber weltweit für den unverwechselbar mild-würzigen Geschmack entscheiden. 

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