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8 Filmtipps für die „ruhigen“ Tages des Jahres

Auf der Suche nach Filmen, um in der stillen Zeit zum Jahresende trotz Pandemie etwas Stimmung aufkommen lassen? Vom familienfreundlichen Märchenfilm bis zum veritablen Action-Klassiker haben wir acht Empfehlungen für euch gesammelt.

Christiane Bergblum

Auf der Suche nach Filmen, um in der stillen Zeit zum Jahresende trotz Pandemie etwas Stimmung aufkommen lassen? Vom familienfreundlichen Märchenfilm bis zum veritablen Action-Klassiker haben wir acht Empfehlungen für euch gesammelt.

1. Wir Sind Die Millers

(2013) 

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Es hilft ja nichts: Die Weihnachtsferien fallen dieses Jahr für die meisten von uns wohl aus. Warum also nicht anderen beim Urlauben zusehen? Selten hat das mehr Spaß gemacht als bei „Wir sind die Millers“, einem echten Comedy-Hit von 2013. Der Kleinkriminelle David hat sich mit ein paar echten Gangstern angelegt. Keine gute Idee. Sie zwingen ihn nämlich, Marihuana aus Mexiko in die USA zu schleusen. Zur Minimierung des damit verbundenen Risikos heckt Dave einen Plan aus: Wer würde schon Verdacht schöpfen, wenn eine stinknormale amerikanische Familie in ihrem Wohnmobil die Grenze passieren will? Problem: Dave hat keine Familie. Also castet er eine – aus mehr oder weniger verkrachten Existenzen: Die alternde Stripperin Sarah (Jennifer Aniston) soll seine Ehefrau spielen. Für den Nachwuchs heuert er zwei Teens aus der Nachbarschaft an: die abgebrühte Ausreißerin Casey (Emma Roberts) sowie den weltfremden Nachbarsjungen Kenny (Will Poulter). Gestatten: Die Millers. Auf Campingtour durch Mexiko.
 
Schon allein die Konstellation der Charaktere bietet genug Stoff für eine gute Komödie, aber obendrein bekommen die Fake-Millers es nicht nur mit echten, ganz und gar rechtschaffenen Urlaubern zu tun, sondern auch mit der Polizei, einem Drogenkartell und einer Tarantel. „Wir Sind Die Millers“ ist ein actionreiches Verwirrspiel. Die Pointen sind derb, der Blick auf die Outsider-Figuren aber durchaus feinsinnig. Außerdem gibt es eine der schönsten Performances vom TLC-Hit „Waterfalls“ zu bestaunen.

2. Valerian - Die Stadt der tausend Planeten

2017

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Mit „Valerian - Die Stadt der tausend Planeten“ hat Star-Regisseur Luc Besson sich und vielen Science-Fiction-Fans einen Traum erfüllt. Lange blieb die legendäre Comic-Vorlage „Valerian und Veronique“ unverfilmt, allerdings soll sich George Lucas ein paar Ideen daraus für seine „Star Wars“-Filme abgeschaut haben. Gute 50 Jahre nach Erscheinen des ersten Valerian-Comics war es dann soweit, 2017 kam Bessons Filmfassung in die Kinos. Valerian (Dane DeHaan) und Laureline (Cara Delevingne) sind darin Spezialagenten einer Organisation, die im 28.Jahrhundert für das Gleichgewicht im Universum sorgen soll und dabei in Zeit und Raum agieren. Im teuersten europäischen Film aller Zeiten gehen sie auf ein wahrlich episches Abenteuer, um die Vielvölkergalaxie vor ihrem Untergang zu bewahren.
 
Zum Kinostart wurde bemängelt, die Handlung sei unübersichtlich und die Dialoge nicht gerade tiefsinnig. Da ist zwar was dran, dafür überwältigt Besson sein Publikum mit einem Strom aus berauschenden CGI-Bildern, an deren Detailfülle man sich kaum sattsehen kann. Jede Menge Aliens, extraterrestrische Unterwasser-Sequenzen, eine gewaltige, fliegende Metropole, Virtual Reality, Sprünge durch Raum und Zeit – und mittendrin noch Rihanna als singende „Gestaltwandlerin“. In Sachen Shapeshifting steht ihr der Film in nichts nach: Er sprudelt nur so von Ideen. 1997 drehte Luc Besson mit „The Fitfth Element“ schon einmal ein visionäres Stück Science Fiction. Das wurde seinerzeit nicht ganz ernst genommen, heute gilt der Film als Meisterwerk. In der Hauptrolle damals übrigens Bruce Willis.

3. Stirb Langsam

(1988)

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Apropos Bruce Willis: Keine Filmliste zur Weihnachtszeit ohne „Stirb Langsam“: Der von Willis gespielte Polizist John McLane will schließlich lediglich den Heiligabend mit seiner Frau Holly verbringen, muss stattdessen aber eine Gruppe größenwahnsinniger Möchtegern-Terroristen im Alleingang hochnehmen. Die haben ausgerechnet Hollys Weihnachtsfeier gekapert und alle Gäste als Geisel genommen. Alle, bis auf JohnMcLane, der für den Rest des Films viel fluchen und noch mehr improvisieren muss, um die sich im Hochhaus eines internationalen Konzerns ereignende Geiselnahme unter Kontrolle zu bringen.
 
Dass „Stirb Langsam“ genauso wenig totzukriegen ist wie seine Hauptfigur, hat gute Gründe. John McLane ist die Blaupause schlechthin für Actionhelden, die nicht bloß Waffen abfeueren, sondern auch coole Sprüche. Zudem haben wenige Filme ihre Settings so konsequent durchdekliniert wie „Stirb Langsam“ dies mit der starren Architektur eines Skyscapers tut: Das eigentliche Reiz dieses Spektakels liegt nicht im Mann gegen Mann-Kampf, sondern im Kampf zwischen Körper und Beton.

4. Uncut Gems – Der schwarze Diamant

(2019)

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Wer zum Jahresende lieber das aktuelle Kinojahr Revue passieren lassen möchte, sollte sich unbedingt „Uncut Gems - der schwarze Diamant“ ansehen. Die Brüder Josh & Benny Safdie waren als Regisseure vorher eher eingefleischten Filmfans bekannt, mit „Uncut Gems“ sind sie in die Riege der derzeit heiß gehandelten Filmemacher vorgerückt. Und haben ganz nebenbei ihrem Hauptdarsteller Adam Sandler zu einem denkwürdigen Comeback verholfen. Dem sagt man schließlich nach, er hätte in seiner Karriere mit höchstens drei Gesichtsausdrücken zu Stande gebracht. Seine atemlose Darbietung in „Uncut Gems“ ist aber – wie der ganze Film – atemberaubend.
 
Sandler spielt Howard Ratner, einen Juwelenhändler in Manhattan, der nie zu Ruhe kommt. Weil er wettsüchtig ist, hat er ständig ruchlose Geldeintreiber im Nacken, sein Privatleben ist – vorsichtig ausgedrückt – turbulent. Außerdem muss er noch den einen, den großen Deal über die Bühne bringen, der ihn endgültig von allen Schulden befreien soll und der mit einem Edelstein und einem NBA-Profi zu tun hat. Mehr will man von der Handlung gar nicht verraten. Denn es macht irrsinnig Spaß zuzuschauen, wie sich der getriebene Harold immer weiter in einem Netz äußerst unglücklicher Entwicklungen verstrickt und sich dabei um Kopf und Kragen redet. Der Film legt dabei ein Tempo vor, das sich andere für den Showdown aufheben. „Uncut Gems“ ist ein wuchtiges Filmereignis, ein hinreißender Tanz auf der rasierklingenscharfen Grenze zwischen Thriller und Komödie. 

5. Gravity

(2013)

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Ganz ruhig ist es dagegen im All. Jedenfalls wenn alles nach Plan läuft. Wenigstens in den ersten 20 Minuten von Alfons Cuaróns Science-Fiction-Drama „Gravity“ tut es das auch. In der sagenhaft schönen Eröffnungssequenz umkreist die Kamera zwei Astronauten, die in der Schwerelosigkeit Reparaturarbeiten an einem Weltraumteleskop vornehmen. Doch dann kollidiert ihr Space Shuttle mit herumirrenden Weltraumschrott. Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) findet sich kurz darauf völlig allein im Weltraum wieder. Ausgestattet mit nicht mehr als einem Düsenrucksack und etwas Restsauerstoff muss sie sich nun aus der todbringenden Verlassenheit des Deep Space zurück auf die Erde kämpfen: Ein abendfüllender Kraftakt, den man nicht so schnell vergisst. Genauso wie die Special Effects und das Sound Design, mit denen Regisseur Cuarón 2013 Maßstäbe fürs digitale Science-Fiction Kino setzen konnte und dafür sieben Oscars abräumte. 

6. Eselshaut

(1970)

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Den französischen Regisseur Jacques Demy kennen heutzutage nur noch die Wenigsten. Das war in den 60- und 70er-Jahren anders. Da wurde er mitunter als Vertreter der französischen Nouvelle Vague gefeiert, dabei hatten viele seiner Filme nur wenig mit dem realistisch-politischen Duktus dieser Ära zu tun. Demy hatte stattdessen einen Hang zu knallbunten Musicals. Den findet man auch in seinem unbedingt kinderfreundlichen Märchenfilm „Eselshaut“ von 1970, in dem Catherine Deneuve als Prinzessin eines verzauberten Königreiches royale Heiratsavancen abwehren muss. Und sich deswegen schließlich unters einfache Volk mischt, in einem Eselskostüm getarnt. Nur um am Ende dann doch noch ihren Prinzen zu finden, versteht sich.
 
„Eselshaut“ basiert auf einem weniger bekannten Märchen der Gebrüder Grimm und ist trotz singender Feen und sprechenden Blumen keineswegs nur etwas für Kinder. Denn dem Film gelingt es, zwischen dem Pomp der Kostüme auch den ein oder anderen durchaus hintersinnigen Blick auf das Leben im Allgemeinen und die Liebe im Speziellen zu werfen. Zudem hat Regisseur Demy kleine Bruchstellen eingebaut: So fliegt zum feudalen Hochzeitsbankett ein Gast mit einem neuzeitlichen Hubschrauber ein. Dank solch liebevoller Absurditäten dürfte „Eselshaut“ auch Erwachsene und

7. Die Eiskönigin & Die Eiskönigin II

(2013 / 2019)

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Und noch ein Märchen – allerdings deutlich aktueller: Disneys animierte Adaption einer Geschichte von Hans Christian Andersen dürfte eine ganze Generation geprägt haben. Im Zentrum stehen die heranwachsenden Schwestern Elsa und Anna, die nicht nur mit Zauberkräften und einem tiefgekühlten Königreich, sondern auch mit ihren sehr unterschiedlichen Charakteren zurechtkommen müssen. Eingebettet in ein schneeweißes Fantasy-Setting und garniert mit eingängigen Songs wurde "Die Eiskönigin" zu einem der erfolgreichsten Animations-Filme aller Zeiten, was wohl auch mit den Frauenfiguren zusammenhängen dürfte. Unbedingt erwähnenswert ist aber auch Olaf der Schneemann. Dank der Fähigkeit seine Form zu verändern ist er nicht nur eine Reminiszenz an ganz frühe Disney-Cartoons, sondern mit Sicherheit auch eine der liebenswertesten Nebenfiguren aus dem Disney-Universum überhaupt. Kein Wunder, dass man ihm später sogar einen eigenen Kurzfilm spendierte.
 
Sechs Jahre nach dem Mega-Erfolg kam mit "Die Eiskönigin II" eine deutlich reifere Fortsetzung in die Kinos. Auch hier geht es um verzauberte Wälder, beseelte Dinge und geheimnisvolle Nebel-Portale. Doch hinter allem Witz verbergen sich durchaus ernsthafte Untertöne, weshalb gerade der zweite Teil auch für die zum Mitgucken verdonnerten Eltern interessant sein dürfe.

8. The Great Gatsby

2013

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F. Scott Fitzgeralds Roman-Klassiker ist schon oft verfilmt worden. Zuletzt von Baz Luhrmann, der in den 90ern durch seine poppige Verfilmung von „Romeo und Julia“ bekannt wurde. Dank digitaler Tricktechnik und 3D setzt Luhrmann in „The Great Gatsby“ noch ein paar Schippen drauf – rasante Kamerafahrten, pumpende Musik und opulente Partyszenen: Die Inszenierung diese Films ist ebenso verschwenderisch wie der Lifestyle seiner von Leonardo DiCaprio verkörperten Hauptfigur Jay Gatsby, einem vermögendem Lebemann, hinter dessen hedonistischem Lifestyle sich jedoch ein gebrochenes Herz verbirgt.
 
Frühere Filmversionen konzentrierten sich eher auf komplexe Charaktere und die tragische Dimension der Liebesgeschichte. Dagegen gleicht diese Version einem Rollercoaster. So gelingt es „The Great Gatsby“ die Aufbruchstimmung der „Roaring Twenties“ einzufangen, ohne wie ein angestaubter Historienfilm auszusehen. Wie es sich für große Dramen gehört, sollte man em Ende dennoch ein Taschentuch bereithalten. Bis es aber soweit ist, wird mit festlichen Momenten nicht gegeizt, denn Jay Gatsby lässt es auf seinem Anwesen ordentlich krachen. Und so verdanken wir „The Great Gatsby“ auch eines der populärsten GIFs überhaupt: Leonard DiCaprio, der mit unverschämt weltmännischem Grinsen sein Cocktailglas erhebt. In diesem Sinne: Cheers, und auf ein gutes neues Jahr!

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Unser milder Whiskey wird seit über 140 Jahren hergestellt. Eben seit unser Geschäftsgründer, M.W. Heron, 1874 den „Grand Ole´Drink of the South“ kreierte. Schon damals pflegte er gern „keiner so echt wie meiner” zu sagen. Genau das trifft auch heute noch zu, wenn sich Whiskey-Liebhaber weltweit für den unverwechselbar mild-würzigen Geschmack entscheiden. 

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