Über Drew Mayville:

Drew Mayville wurde in Kanada geboren und studierte an der University of Waterloo in Ontario.

Seit über 40 Jahren arbeitet er für große Spirituosen-Marken und seit 2004 ist Mayville Master Blender und Director of Quality bei Sazerac. 

Mayville ist Mitglied der American Society for Quality und hat Southern Comfort Black maßgeblich entwickelt. 

Seine Produkte gewannen weltweit zahlreiche Auszeichnungen und Awards. Darunter die Gold-Medaille bei den World Whiskies Awards 2021 für Southern Comfort Black.

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Image courtesy of Sazerac

 Drew Mayville: „Wenn die perfekte Balance einmal gefunden ist, erkennt man das sofort“

Drew Mayville ist Master Blender und Director of Quality bei Sazerac – einem amerikanischen Traditions-Unternehmen, das viele bekannte und renommierte Whiskey-Marken hervorgebracht hat.

Ji-Hun Kim

Seit 2016 gehört auch Southern Comfort zum Portfolio – und der Whiskey-Profi Drew Mayville schuf den neuen Southern Comfort Black. Wir haben uns mit ihm über seine Arbeit und „sein“ Produkt unterhalten. 

Lieber Drew, wir möchten etwas über Ihre Arbeit kennenlernen. 
Am wenigsten ist das Arbeit. Das ist der größte Spaß, den man haben kann. 

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 Photo by David Haase courtesy of Sazerac 

Also, wie wird man Master Blender?
So etwas plant man nicht. Man wacht nicht eines Morgens auf und sagt: Ich werde Master Blender. Das ist eher ein gradueller Prozess. Ich hätte mir auch niemals erträumen lassen, dass ich 41 Jahre in dem Business aktiv sein werde. Dafür musste ich viel und hart arbeiten. Ich fing an, in einer Destillerie zu arbeiten und so lernte ich, meine Begabung für Geschmackssinn zu vertiefen. Das war 1980. Ich lernte unterschiedliche Geschmäcker und Aromen kennen. Ich arbeitete bei meinem früheren Arbeitgeber mit unterschiedlichen Produkten: Whiskey, Tequila und Rum. In dieser Zeit lernte ich alles darüber und übernahm später mit den Jahren die Position meines früheren Mentors. Eine lange Geschichte, die nicht über Nacht passierte. Seit 17 Jahren arbeite ich nun für Sazerac. 

Mit welchem Beruf lässt sich der des Master Blenders vergleichen? Sind Sie eher Wissenschaftler, Künstler, Ingenieur oder ein bisschen von allem?
Es ist in der Tat von allem ein bisschen. Man ist auf jeden Fall Wissenschaftler, aber auch Künstler: Man entwickelt und kreiert Produkte, die die Sinne ansprechen. Für mich ist es spannend, ständig neue Produkte zu entwickeln. Ein bisschen ist die Arbeit auch wie bei einem Parfumeur. Es geht um Aromen, Düfte und wie sie am Ende perfekt harmonieren. Veranlagung spielt mit Sicherheit auch eine Rolle. Meine Mutter meinte schon, dass ich als Kind einen ausgeprägten Geschmackssinn hatte – den hatte sie nämlich auch bereits. 

Aber ein Geschmack entwickelt sich ständig weiter, oder?
Das hört nie auf. Wir trainieren mit unserem Team ständig und man erkennt, dass jeder in dem Bereich immer besser wird, solange man sich damit auseinandersetzt. Es handelt sich also um einen langwierigen, iterativen Prozess. Auch ich lerne bis heute dazu. 

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Image courtesy of Sazerac 

Gibt es so etwas wie Talent?
Ganz bestimmt. Einige sind talentierter als andere. Andere sind dafür begabter, schneller zu lernen. Geruchs- und Geschmackssinn sind aber wesentlich für unsere Arbeit. Charakteristiken zu erkennen und Unterschiede auszumachen, kann man dennoch mit Training erlernen. Es geht nicht nur darum, einen Geschmack zu erkennen, sondern auch kompetent zu kategorisieren, analysieren und einzuordnen. Wie wir wissen, verändert sich der Geschmack und Geruch bei Menschen mit dem Alter. So etwas bedenke ich bei meiner Arbeit ständig mit. Und dennoch bin ich überzeugt, dass mein Geschmack sich ständig weiter entwickelt und besser wird, weil das Vokabular erweitert wird und ich heute viel mehr subtile Unterschiede erkennen kann, als in meinen jungen Jahren. Es geht letzten Endes um Kreativität. Das ist auch ein Talent. Wir entwickeln innovative Produkte, brauchen aber auch ein Gefühl dafür, was unsere Kundinnen und Kunden möchten. Als Master Blender braucht man also einige Skills, um erfolgreich zu sein. 

Wenn man über Whiskey spricht, dann gibt es in Europa andere Traditionen als beispielsweise bei Ihnen in den USA. Bei schottischem Whisky geht es oft um Fassabfüllungen. In Amerika hat das Blenden, also das Mischen von Whiskeys eine ganz andere Tradition. 
Beim Blenden geht es immer darum, etwas zu schaffen, das größer als die Summe der Einzelteile ist. Man schafft etwas Einzigartiges und eine neue, in der Regel viel bessere Qualität. Ich arbeite viel mit Single Casks. Hier geht es eher um die feinen Variationen von Fass zu Fass. Wenn wir einen Blend erstellen, wollen wir das Beste aus unterschiedlichen Abfüllungen und Regionen zusammenführen. Ich sehe beide Philosophien eher als Facetten und Aspekte der gleichen Expertise und Disziplin. 

Sie haben das neue Produkt Southern Comfort Black maßgeblich mit entwickelt. Southern Comfort selbst ist eine Marke, die einige Jahre älter als Sie ist. Wie war der Ansatz?
Zunächst wollten wir das Thema Whiskey mehr in den Vordergrund rücken. Southern Comfort Black ist kräftiger als das Original, es schmeckt breiter und robuster. Die Whiskey-Aromen spielen sich eher vorne auf der Bühne ab. Es ist pur ein Genuss und es lässt sich wunderbar in klassischen Cocktails mixen. Zunächst kommen die Whiskey-Noten, dann feine Gewürze, Kirsche und Aprikose. 

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Photo by David Haase courtesy of Sazerac 

Wie lange experimentiert man, bis man einen finalen Blend entwickelt hat?
Es geht um das Finden der perfekten Balance. Zutaten reagieren nicht immer so, wie man es erwartet. Es ist nicht immer logisch. Manchmal findet man Umwege oder positive Überraschungen, indem man Komponenten kombiniert, die gar nicht so offensichtlich sind. Am Ende ging es uns auch darum, ein Produkt zu schaffen, das eine 150 Jahre alte Heritage weiter schreibt. Southern Comfort Black ist sanft, hat Fasseiche im Abgang, es ist eine wunderbare Ergänzung zu unserem Original. Der Weg dahin kann unterschiedlich lang sein. Bei einigen Produkten habe ich 20 bis 30 Iterationen, manchmal sogar 50 oder 60, bis wir den Blend gefunden haben. Aber wenn die perfekte Balance einmal gefunden ist, erkennt man das eigentlich sofort.

Wie trinken Sie Southern Comfort Black selbst am liebsten?
Ich würde ihn pur trinken, aber es gibt ganz wundervolle Cocktails und Drinks, die man damit kreieren kann. Ich mag ihn als Southern Comfort Mule mit Ginger Beer oder auch als Manhattan. Es gibt hunderte Möglichkeiten, mit dem Produkt zu arbeiten. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt und ich freue mich darauf, was Bartender auf der ganzen Welt damit kreieren. 

Sie haben unzählige Whiskeys und Spirituosen entwickelt. Gibt es einen Liebling?
Natürlich nicht (lacht). Ich liebe alle Produkte, die wir entwickelt haben. Was meinen Beruf spannend macht, ist, dass ich mich mit so vielen Themen beschäftige. Ich persönlich finde gerade das Thema Rum interessant, aber auch die vielen Whiskey-Innovationen, an denen wir derzeit arbeiten. So gesehen ist mein Liebling immer das Produkt, das wir noch nicht gemacht haben. Und da werden noch einige kommen. 

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