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WHISKEY IN ZAHLEN

27

an diesem Tag im März wird alljährlich der „International Whisk(e)y Day zelebriert.

1494

seit diesem Jahr wird nachweislich in Schottland Whisky gebrannt – doch sehr wahrscheinlich schon um einiges länger.

14000

illegale Whisky-Brennereien soll es im 17. und 18. Jahrhundert gegeben haben – alleine im kleinen Schottland.

1794

kam es in Pennsylvania zur berüchtigten „Whisky-Rebellion“, die vom Militär gestoppt werden musste. Der Grund: Einführung einer Whisky-Steuer.

1874

erfindet der Bartender Martin Wilkes Heron einen Whisky-Cocktail und nennt ihn „Cuffs and Buttons“, zu Deutsch „Manschetten und Knöpfe“. Später tauft er ihn in „Southern Comfort“ um.

1956

wurde W wie Whisky zum Teil des phonetischen Alphabets der NATO, zwischen X wie X-Ray und Z wie Zulu. Vorher war es übrigens W wie William.

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Eine kleine Whisky-Geschichte

Jan Peter Wulf

Um den Whisky ranken sich viele Erzählungen und Mythen. Wo kommt er ursprünglich her? Wer hat ihn erfunden? Und wieso gibt es eigentlich Whisky und Whiskey? Wir machen eine kleine Reise in die Welt dieses faszinierenden Getränks. Auf geht’s!

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WHISKEY IN ZAHLEN

27

an diesem Tag im März wird alljährlich der „International Whisk(e)y Day zelebriert.

1494

seit diesem Jahr wird nachweislich in Schottland Whisky gebrannt – doch sehr wahrscheinlich schon um einiges länger.

14000

illegale Whisky-Brennereien soll es im 17. und 18. Jahrhundert gegeben haben – alleine im kleinen Schottland.

1794

kam es in Pennsylvania zur berüchtigten „Whisky-Rebellion“, die vom Militär gestoppt werden musste. Der Grund: Einführung einer Whisky-Steuer.

1874

erfindet der Bartender Martin Wilkes Heron einen Whisky-Cocktail und nennt ihn „Cuffs and Buttons“, zu Deutsch „Manschetten und Knöpfe“. Später tauft er ihn in „Southern Comfort“ um.

1956

wurde W wie Whisky zum Teil des phonetischen Alphabets der NATO, zwischen X wie X-Ray und Z wie Zulu. Vorher war es übrigens W wie William.

Hier hat der Whisky seinen Ursprung

Whisky kommt aus … tja, wenn man es nur genau wüsste! Tatsächlich tut man das nämlich nicht. Haben die Schotten ihn erfunden? Die Iren? Beide Länder beanspruchen übrigens für sich, die Erfinder des Whisky zu sein. Das Wort wurde der aktuellen Whisky-Forschung nach 1736 zum ersten Mal erwähnt. Es leitet sich vom schottisch-gälischen Wort „uisge beatha“ ab, was „Wasser des Lebens“ bedeutet. Allerdings verwenden auch die Iren diesen Begriff: „uisce beatha“. Ein klares Unentschieden – das bis heute seinen Bestand hat. Kenner wissen, dass die Iren ihre Variante „Whiskey“ schreiben. Das tun sie aber erst seit Ende des 19. Jahrhunderts – um sich von den schottischen Whiskys abzugrenzen. 

1608 eröffnet die erste lizenzierte Destillerie der Welt in Irland. Doch es wäre töricht zu denken, es sei die erste Destillerie überhaupt gewesen. Gebrannt werden kann auch ohne Lizenz – und das wurde fleißigst getan. Viele heute bekannte Whiskymarken haben einen nicht ganz legalen Ursprung … 

Es geht noch viel weiter zurück!

Selbst wenn eines Tages die Schotten oder die Iren nachweisen könnten, den angeblich allerersten Whisky gebrannt zu haben: Den Tag eins gäbe es trotzdem nicht. Denn die Geschichte der Spirituosen geht noch viel weiter in der Zeit zurück und mit ihr die Geschichte des Whiskys. Seit Tausenden von Jahren wird Bier gebraut, älteste „Braustätten“, die man im heutigen Israel fand, wurden auf ein Alter von 13.000 Jahren datiert. 

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debaird™ on Visualhunt / CC BY-SA

In allen Teilen der Welt, von Mesopotamien bis China, wurde Bier schon zu vorchristlichen Zeiten getrunken. Und nicht nur das: Auch die Weiterverarbeitung zu Getränken mit mehr Prozenten, erste Formen des Destillierens, war den Menschen vor vielen Jahrhunderten bereits bekannt. Bei den Whisky-Kennern klingelt es jetzt: Whisky ist, ganz grob verkürzt, ein destilliertes Bier. Die beiden Getränke verbindet ihre Grundlage: Beide basieren auf einer Maische aus Getreide. Wer schon mal in einer Brauerei und in einer Whisky-Destillerie war, wird es allein seiner Nase nach bestätigen können – der Herstellungsprozess riecht auch sehr ähnlich. 

Es könnte durchaus sein, dass schon in sehr frühen Zeiten jemand so etwas Ähnliches wie Whisky hergestellt hat, indem er oder sie das Ur-Bier durch Destillation zu einer höherprozentigen Spirituose weiterverarbeitet hat. Hätte diese Person dann nicht verdient, als Erfinder eingetragen zu werden? Doch wer das war, werden es wohl niemals heraus finden. 

Christliche Prozente

Eindeutig hingegen belegt ist: Mittelalterliche Mönche spielten bei der Entwicklung des Whiskys eine entscheidende Rolle. Sie trugen nämlich bei der Entwicklung nahezu sämtlicher alkoholischer Getränke eine entscheidende Rolle! So gottesfürchtig sie waren, so tüchtig waren sie auch in der Herstellung edler Tropfen. Nicht nur für ihre eigene Klostergemeinschaft, sondern auch für den Verkauf – mit dem Handel von Lebens- und Genussmitteln finanzierten sich viele Klöster. Manche hatten sogar richtige Gasthäuser.

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VisualHunt.com
CC0 1.0 Universal (CC0 1.0)

Im Süden Europas kelterten die Mönche vornehmlich Wein, im kühleren Norden tüftelten sie nach anderen Methoden, um ihre Getränke haltbar und schmackhaft zu machen (Weintrauben im hohen Norden, die waren damals jedenfalls noch kein großes Thema). Interessanterweise war es dennoch ein Spanier, der das Destillieren im Kreise der Mönche zum Usus machte: Ramon Llull, geboren um 1232 auf Mallorca – wie es dort wohl zu seiner Zeit gewesen sein mag! Der Mönch war der Inbegriff des mittelalterlichen Universalgelehrten, er konnte alles: Logik, Astronomie, Medizin, Philosophie, Mathematik, Rhetorik. 

Fast 300 Werke in verschiedenen Sprachen veröffentlichte der kluge Kopf in seinem Leben. Und mit dem Destillieren – die Technik war zu Llulls Zeiten bereits bekannt – beschäftigte er sich als Alchimist, der er obendrein auch noch war, ebenso. Er fand heraus, dass sich durch Verdampfung und Kondensation alkoholischer Getränke ein noch höherer Alkoholgehalt erzielen ließ. Heureka und Hurra! 

Die von Llull entwickelte Methode der Alkohol-Destillation fand in vielen Klöstern Eingang – auch in denen in Schottland und Irland. In welchem der beiden Länder daraus dann zuerst ein Whisky enstand? Da wären wir wieder am Anfang der Geschichte.

Whisky unter der Totenkopf-Flagge?

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Kommen wir zu den Piraten – also quasi zum genauen Gegenteil der Mönche. Die tranken bekanntermaßen gerne? Whisky. Wirklich! Natürlich ist mit Piraten vor allem der Rum verbunden, den sie von den Handelsschiffen erbeuteten, die auf dem Weg über den Atlantik nach Europa waren. 

Und doch: Whisky genoss eine größere Begehrtheit unter den Piraten. Der Grund liegt nahe: Er war viel schwieriger zu ergattern. Doch ab und an verirrte sich auch mal ein Whiskyfass auf ein Handelsschiff. Meist war es dem Führungspersonal vorbehalten, den edlen Whisky aus der Alten Welt auf den Reisen in die Neue Welt zu genießen. Die einfache Besatzung trank Rum, wenn es ihnen denn erlaubt war. Bei den Piraten wiederum gab es, trotz aller Untaten, eine ebenso klare Hierarchie an Bord. Einfacher Pirat: Rum. Chef: Whisky. Und so kamen vermutlich vor allem die Kapitäne beider Seiten in den besonderen Genuss!

Keine Gerste? Dann eben Mais! 

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Aaron Burden on Unsplash

Wo wir nun schon in Gedanken über den Atlantik schippern – reisen wir doch gleich noch ein Stück weiter bis in die heutigen USA. Dort gibt es bekanntlich auch Whisky, hier geschrieben wie in Irland: Whiskey. Er unterscheidet sich von seinen europäischen Verwandten vor allem durch die Zutaten, die verwendet werden. Was einen ganz natürlichen Grund hat: Den Torf, wie er vor allem in Schottland zur Herstellung verwendet wird, fanden die ersten Siedler, die sich von der Ostküste in den Mittleren Westen und immer weiter ausbreiteten, kaum vor. Und die Gerste, wie man sie bis dato vorwiegend zur Herstellung von Whisky nutzte, wollte auf vielen Böden jenseits des großen Teichs nicht so recht wachsen. Anderes Getreide hingegen schoss in den Himmel, der genügsame Roggen beispielsweise, Weizen und vor allem: Mais. Also nahm man diese Zutaten und es entstand das, was wir heute als American Whiskey kennen. 

Der bekannteste amerikanische Whiskey ist der Bourbon. Wie er herzustellen ist, definiert der „Code of Federal Regulations, Title 27, Section 5.22“ aus dem Jahr 1964. Die wichtigste Regel: Mindestens 51 Prozent Mais-Destillat muss verwendet werden. Auch die Lagerung in neuen Fässern aus Eichenholz ist vorgeschrieben. 

Wie Southern Comfort half, den Whisky trinkbar zu machen

So klar die Regeln für die Herstellung amerikanischer Whiskeys heute auch sein mögen: Das war längst nicht immer so. Typische Qualitätskriterien eines guten Whiskeys – rund, vollmundig, elegant, sanft – gingen so manchem Vertreter im 19. Jahrhundert, als das Brennen in den USA geradezu boomte, völlig ab. Eckig, kantig, scharf, sprittig kam so manches Destillat dieser Zeit daher. Viele Whiskeys waren alles andere als ein Hochgenuss. Und das ging einem jungen Mann in New Orleans ziemlich auf den Wecker: Martin Wilkes Heron, der Sohn eines immigrierten Iren. 

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Image courtesy of Sazerac 

Er arbeitete als Bartender hinter dem Tresen von „Arthur McCauley's Tavern“ und dachte sich im Jahr 1874: Man muss diesen Whiskey doch besser machen können. Heron beginnt zu tüfteln, experimentiert mit Früchten und Gewürzen. Ein wahrer Mixologe! Und er kreiert etwas Großartiges … 

Doch dies ist eine neue Geschichte, die Geschichte von Southern Comfort.

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Maria Kufeld

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GENIESSEN IST ETWAS FÜR KENNER…  

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Unser milder Whiskey wird seit über 140 Jahren hergestellt. Eben seit unser Geschäftsgründer, M.W. Heron, 1874 den „Grand Ole´Drink of the South“ kreierte. Schon damals pflegte er gern „keiner so echt wie meiner” zu sagen. Genau das trifft auch heute noch zu, wenn sich Whiskey-Liebhaber weltweit für den unverwechselbar mild-würzigen Geschmack entscheiden. 

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