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5 Mikroabenteuer, mit denen du deine Lockdown-Langeweile vertreibst

Seit über einem Jahr nun leben wir alle in einem Dauer-Ausnahmezustand. Große Reisen sind nicht möglich. Wohl aber kleine Alltags-Abenteuer: Mikroabenteuer! 

Jan Peter Wulf

Die haben sich zu einem regelrechten Trend entwickelt und sorgen für Abwechslung von home office und Wohnungskoller. Hier sind unsere 5 Tipps.

1. Waldbaden
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Forest GIF

Bitte was? Baden im Wald? Nicht ganz. Damit ist nicht gemeint, dass du zwischen Buchen und Fichten blankziehen sollst. Darunter versteht man vielmehr, im Wald seine Sinne ganz auf die Umgebung zu lenken. Das Rauschen der Blätter, das Knacken der Äste, die unbekannten Klänge auf sich wirken zu lassen. Die Schuhe und Socken auszuziehen und den Boden zu spüren, den Blick vom Boden hinauf bis in die Spitzen streifen zu lassen. Kleine Details zu entdecken, das zarte Grün des Frühlings, die Knospen und Blüten, das große Ganze, das nach dem Winter zu neuem Leben erwacht ist. Auch mal die Nase in den Wind zu halten und die Gerüche des Waldes, die jetzt im Frühling besonders intensiv sind, zu vernehmen.
Für ein Waldbad solltest du ein wenig Zeit und Geduld mitbringen und auch das erste, sich vielleicht einstellende Gefühl – was zum Teufel mache ich hier gerade? – abwarten, bis es sich in Entspannung auflöst. Die kommt ganz bestimmt. In Japan wird Waldtherapie schon gegen Krankheiten „verschrieben“. Enjoy the silence!

Extra-Abenteuer: Bade z.B. innerhalb einer Woche in drei verschiedenen Wäldern und erlebe den Unterschied

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2. Von Sonnenaufgang bis -untergang draußen sein
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Sound Of Music Dancing GIF By I Love That For You

Mikroabenteuer zwei kannst du gut mit Nummer eins verbinden. Hier geht es nämlich darum, vom Aufgang bis zum Untergang der Sonne draußen zu sein. Hand aufs Herz: Wann warst du das letzte Mal wirklich einen ganzen Tag an der frischen Luft? Es ist Frühling, die Tage werden immer länger, die Sonne geht immer später unter, es warten viele schöne Stunden auf dich! Besonders schön wird es dann, wenn du den Tag etwas planst: Such dir ein interessantes Ziel (siehe auch nächste Punkte). Erstell‘ dir eine Liste mit Dingen, die du unternehmen willst – Ausflüge, Wanderungen, ein Hörbuch durchhören. Zieh‘ dir funktionale und bequeme Sachen an, schmier‘ dir ein paar Stullen, füll Wasser in die Trinkflasche und los geht’s. Ach ja: Wecker stellen am Vorabend und ein frühes Zubettgehen sind vorteilhaft. Ebenso ein Wetterbericht, der keinen Dauerregen verspricht – diese moderne Errungenschaft der Vorhersage darfst du dir gerne zunutze machen. 
Und dann: Viel Spaß mit den ersten Sonnenstrahlen, dem erwachenden Leben am Morgen, dem Licht im Tagesverlauf, dem langen Abend und der verdienten Heimkehr. Wie auch immer du den Tag gestaltest, es wird ein besonderes Erlebnis und du wirst danach bestimmt schlafen wie ein Baby.

Extra-Abenteuer: Mach doch auch mal einen ganzen Arbeitstag im Freien. Mit Laptop, Powerbank und Co.

3. „Endstation“

Hönow? Mümmelmannsberg? Altomünster? Frechen-Benzelrath? Großstadtmenschen kennen die Namen solcher Orte, weil sie auf den S- oder U-Bahn-Anzeigen stehen – es sind Endstationen. Doch wann fährt man schon mal bis zur Endstation? Wie sieht es dort aus? Wie leben die Menschen dort? Gibt es eine Sehenswürdigkeit? Ein Ausflugsziel? Ist die Welt an der Endstation gar zu Ende? Einsteigen (Maske nicht vergessen!) und los. Und zwar am besten zu einer Uhrzeit außerhalb der typischen Pendelzeiten. Wenn du in keiner großen Stadt lebst, dann nimm‘ doch den Überlandbus. Oder radle bis zum nächsten Bahnhof und nimm den Nahverkehrszug bis zu dessen letztem Ziel. 
Vor Ort nimmst du dir dann z.B. einen halben Tage Zeit, um dich umzuschauen, umher zu flanieren, einfach mal eine halbe Stunde auf einem Platz zu sitzen (es kennt dich ja keiner). Just be there: Vielleicht bereitest du dich explizit nicht darauf vor und erkundest die Umgebung ganz naiv der Nase nach. Und wer weiß, vielleicht wirst du gerne länger bleiben.

Extra-Abenteuer: Von der Endstation nach Hause zurück laufen

4.  Einen Brief schreiben
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Franz Ferdinand Mail GIF By Domino Recording Co.

Das ultimative Mikroabenteuer, für das du deine Bude nicht verlassen musst, außer du hast keine Briefmarken und Umschläge mehr: einen Brief schreiben. Keine Mail, keine WhatsApp, keine Sprachnachricht, nein – einen Brief auf echtem Papier! Wann hast du das letzte Mal einen geschrieben, so richtig mit einem guten Füllfederhalter, mit Inbrunst und voller Konzentration? Siehste. Überleg‘ zunächst: An wen schreiben? Wir haben viele unserer Lieben lange nicht gesehen, Eltern und Großeltern, alte Schulfreunde, vielleicht sogar alte Brieffreunde aus Kindheitszeiten? 
Sei dir gewiss: Wen auch immer du mit einem freundlichen Brief überraschst, er oder sie wird gerührt sein (wenn du den Anlass nicht gerade nutzt, um dem/der Ex nochmal eins überzubraten). Überleg‘ dir vorher, worüber du schreiben magst oder tu es spontan, berichte von dir oder stell‘ viele Fragen, beziehe dich auf einen konkreten Anlass oder lass alles raus, was dir in den Sinn kommt – egal, Hauptsache du schreibst.

Extra-Abenteuer: Schreib‘ deinem Partner, mit dem zu zusammen lebst und mit dem du die letzten Monate sehr viel Zeit verbracht hast. Das könnte spannend werden … 

5. Plogging  
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Zum Schluss was richtig Sportliches und gleichzeitig Umweltfreundliches: Plogging! Das seltsame Wort setzt sich aus dem schwedischen „plocka“ (aufheben, pflücken) und, du ahnst es schon, Jogging zusammen. Müll sammeln beim Joggen. Klingt irre? Machen schon richtig viele Leute. Es gibt sogar ganze Laufwettbewerbe, nach denen die Strecke blitzsauber aussieht. Und Dreck liegt in den Städten, allein wegen des ganzen Verpackungsmülls von draußen gegessenen Speisen, ja nun mehr als genug herum. Fürs Plogging brauchst du: Handschuhe, einen Müllbeutel und Laufkleidung, los geht’s. Ziel ist, dass der Beutel am Ende der Strecke gut gefüllt ist, du kannst aber auch unterwegs Mülleimer ansteuern. Das regelmäßige Bücken und Wiederaufrichten ist gut anstrengend, aber auch gut für den Körper. Wer regelmäßig „ploggt“, ist nicht nur ein Umweltengel, sondern auch gut trainiert. 
Und wer nicht so gerne rennt: Es gibt auch Pliking (Wandern und Müll sammeln), Plycling (Radfahren und Müll sammeln bzw. wilde Mülldeponien anfahren) und wer weiß, vielleicht gibt’s auch Swogger, die schwimmend Unrat einsammeln. Da lässt sich glatt ein Triathlon draus machen! Aber mal im Ernst: Ab und zu beim Bewegen draußen etwas Müll aufzusammeln, wenn das jede*r täte, wie schön sähe es dann wieder aus ringsherum …   

Extra-Abenteuer: 7-Tage-Plogging, eine Woche jeden Tag laufen und sammeln

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