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Die Story von Southern Comfort

Was vor 150 Jahren in New Orleans mit der Idee begann, Whiskey besser schmecken zu lassen, wurde ein Welterfolg: Southern Comfort!

Jan Peter Wulf

⦿ 1874

Es beginnt mit einer Frage

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Wir befinden uns in New Orleans im Süden der USA. Die Stadt ist damals wie heute berühmt für ihr Nachtleben: Im historischen Zentrum, dem „French Quarter“, wird in Jazzclubs, Bars und Restaurants ausgiebig gefeiert und genossen. Auch im Saloon „Arthur McCauley's Tavern“: Hier arbeitet der junge Bartender Martin Wilkes Heron, kurz M.W. Heron. Der Sohn eines eingewanderten irischen Bootsbauers sucht nach einer Lösung für ein Problem: Der Whiskey seiner Zeit ist zwar sehr beliebt. Aber er ist auch von sehr schwankender Qualität. Was in Fässern auf Schiffen den Mississippi flussabwärts aus Tennessee und Kentucky in die Stadt gebracht wird, schmeckt oft zu hart, zu kantig. Die strengen Kriterien, nach denen amerikanische Whiskeys heute hergestellt werden, die gibt es im 19. Jahrhundert noch nicht. M.W. Heron fragt sich: Wie kann ich den Whisky für meine Gäste genussvoller machen?

Manschetten und Knöpfe

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M.W. Heron beginnt in seiner Bar zu tüfteln: Whiskey mixt er mit verschiedenen Kräutern, Gewürzen und Früchten. Und der Geschmack seiner Kreation – ein früher Cocktail – wird immer besser! Schließlich ist er zufrieden mit seiner Rezeptur. Seinen Drink tauft er „Cuffs and Buttons“, zu Deutsch „Manschetten und Knöpfe“, als Gegenstück zum damals beliebten „White Tie and Tails“ („Weiße Krawatte und Frack“). Wie sich das Rezept genau zusammensetzt? M.W. Heron ist nicht nur erfinderisch, er hat auch Unternehmergeist: Was genau er zur Verfeinerung des Whiskeys verwendet und in welchen Mengen, behält er für sich. Einen einzigen Menschen wird er zeitlebens jemals in das Geheimnis einweihen: seinen Assistenten Grand M. Peoples.

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⦿ 1883-1889

Eine Marke entsteht

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M.W. Heron zieht zurück in seine Geburtsstadt St. Louis, die den Mississippi hinauf in Missouri liegt. Dort beginnt er bei den „A.M. Hellman & Company Liquor Wholesalers“ zu arbeiten. Sein Rezept hat er aus New Orleans mitgebracht – es bleibt weiterhin sein Eigentum – und sein Getränk wird immer beliebter. Flaschen- und kistenweise wird der „Cuffs and Buttons“ verkauft. 1885 benennt er ihn in „Southern Comfort“ um: Ein Name, der die Relaxtheit und das Gemeinschaftsgefühl der Menschen des amerikanischen Südens widerspiegelt. 1887 gründet Heron in Memphis, Tennessee seinen eigenen Spirituosenhandel. Er verkauft Southern Comfort nun in versiegelten Flaschen, 1889 lässt er sein Geheimrezept patentieren. Die Flaschen tragen jetzt die Aufschrift „None Genuine But Mine“ – „Kein echter, außer meiner“. Damit verwies er selbstbewusst auf sein Original. Seine Signatur befindet sich auch heute noch auf der Flasche – unter dem Etikett und auf dem Deckel.

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⦿1900

Southern Comfort wird ausgezeichnet und international 

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Ein neues Jahrhundert beginnt und für M.W. Heron könnte es nicht besser starten: Bei der berühmten Weltausstellung in Paris 1900 wird nicht nur die Métro eingeweiht, die Öffentlichkeit der „Alten Welt“ lernt auch das aromatische Whiskey-Getränk aus Amerika kennen. Für seinen Geschmack und seine Qualität erhält „Southern Comfort“ eine Goldmedaille. Ebenso gibt es vier Jahre später bei der „Louisiana Purchase Exposition“ eine Gold-Auszeichnung. Die Fangemeinde des Getränks wird immer größer.

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⦿ 1909 und 1920

Gleich zwei Prohibitionen

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Was für ein Pech für M.W. Heron und sein florierendes Unternehmen! Ausgerechnet in Tennessee wird die erste Prohibition beschlossen: 1909 werden die Produktion und der Verkauf von Alkohol im gesamten Bundesstaat strikt verboten. Doch nicht so im benachbarten Missouri: Heron und sein Unternehmen zieht es wieder flussaufwärts, zurück nach St. Louis. Die Produktion rollt dort bis zum 17. Januar 1920 weiter. An diesem Tag wird in den ganzen USA die Prohibition eingeführt. Zufall oder nicht? Nur drei Monate später, am 17. April 1920, stirbt M.W. Heron.

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⦿ 1920 bis 1933

Dornröschenschlaf … und wachgeküsst

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Es klingt wie ein Märchen: Einige Flaschen Southern Comfort „überwintern“ die insgesamt 13 lange Jahre andauernde Prohibition in einem Weinkeller in St. Louis. Diesen Keller kauft der ortsansässige Geschäftsmann Francis E. Fowler im Jahr 1929. Er entdeckt die Flaschen und sein Interesse an ihrem Inhalt wird geweckt: Er entwickelt eine Rezeptur, die dem Geschmack gleichkommt. Nach dem „Repeal Day“ am 5. Dezember 1933, dem offiziellen Ende der Prohibition, tritt Southern Comfort seinen erneuten Siegeszug an. Pur oder als Mixzutat für Cocktails findet man Southern Comfort überall in den nun wieder florierenden Bars. 

Übrigens: Gut besucht waren die Bars übrigens auch während der Prohibition – und zwar illegale, gut versteckte Bars, die berühmt-berüchtigten „Speakeasys“. Ob es dort auch Southern Comfort zu trinken gab? Wir wissen es nicht.

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⦿ 1939

Vom Winde verweht: Ein Cocktail-Klassiker zum Film-Klassiker 

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„Vom Winde verweht“ von Victor Fleming aus dem Jahr 1939 ist ein Film, der technisch und ästhetisch und mit einer Länge von vier Stunden neue Maßstäbe in Hollywood setzte – ein Meisterwerk und zeitloser Klassiker, der seinerzeit acht Oscars einheimste! Was das mit Southern Comfort zu tun hat? Nun, anlässlich des Films ließ man einen eigenen Cocktail kreieren – übrigens lange, bevor Geheimagenten-Filme auf diese geniale Marketing-Idee kamen. Der „Scarlett O'Hara“, benannt nach der weiblichen Hauptfigur des Filmepos, ist heute ebenfalls ein Klassiker, der immer und zu jedem Anlass fantastisch schmeckt! 

Er besteht aus:  

4 cl Southern Comfort, 3 cl Cranberrysaft und 2 cl frisch gepresstem Limettensaft, garniert mit einer Limettenzeste oder-scheibe. Ein fruchtig-herber Drink mit schöner, tiefroter Farbe, der immer noch in vielen Bars serviert und genossen wird.

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⦿ AB 1950

INTERNATIONALER AUFSTIEG

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In den Fifties wird Southern Comfort zur international bekannten und beliebten Marke: In immer mehr Ländern wird die einzigartige Spirituose genossen. Pur, auf Eis („on the rocks“), in Longdrinks oder natürlich in Cocktails. Denn das ist schließlich die DNA von Southern Comfort – mit seinen fruchtig-würzigen Aromen eignet er sich ideal für spannende, leckere Kreationen.

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⦿ 1979

Southern Comfort kommt nach Deutschland 

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Endlich: Über 100 Jahre nach seiner Erfindung gibt es den Klassiker aus New Orleans nun auch in Deutschland. Der Geschmack von Southern Comfort und sein „easy vibe“ findet viel Anklang. Die Werbebilder mit dem traditionellen Schaufelrad-Dampfer und dem Südstaaten-Flair machen ihn bekannt und berühmt. Southern Comfort, kurz SoCo, gemixt mit Ginger Ale oder Cola, wird zum Trendgetränk.

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⦿ 2016

Zurück zu den Wurzeln

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Seit 2016 befindet sich Southern Comfort in Besitz des Traditions-Unternehmens Sazerac aus New Orleans, das auf über 400 Jahre Erfahrung in der Herstellung von hochwertigen Spirituosen zurückblickt. „Back to the roots“: Southern Comfort ist nach fast 150 Jahren nun wieder dort zu Hause, wo M.W. Heron einst seine Rezeptur erfand. Und wie damals bildet auch heute wieder echter amerikanischer Whiskey die Basis von Southern Comfort. Nur eben viel besserer, weicherer Whiskey als zu Zeiten Herons. Ganz nach dem Motto von Southern Comfort: „Rich History. Smooth Taste.“ Ein Geschmack, der in über 100 Ländern weltweit begeistert.

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GENIESSEN IST ETWAS FÜR KENNER…  

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Unser milder Whiskey wird seit über 140 Jahren hergestellt. Eben seit unser Geschäftsgründer, M.W. Heron, 1874 den „Grand Ole´Drink of the South“ kreierte. Schon damals pflegte er gern „keiner so echt wie meiner” zu sagen. Genau das trifft auch heute noch zu, wenn sich Whiskey-Liebhaber weltweit für den unverwechselbar mild-würzigen Geschmack entscheiden. 

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