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In 7 Schritten zu deinem eigenen Southern Comfort Black Milk Punch

Milk Punches sehen super aus, schmecken himmlisch und wie man sie macht, erklärt uns Bar-Profi Konstantin Hennrich.

JAN PETER WULF, ​​Rezept: Konstantin Hennrich

Mit Milchfiltration zauberst du dir und deinen Gästen einen klaren Cocktail ins Glas – und zwar sogar dann, wenn der naturtrübste Saft im Spiel ist. 

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Konstantin ist Betreiber der Stairs Bar in Berlin. Der sympathisch Mixologe hat sich mit seinen Milk Punches – klaren Drinks aus trüben Zutaten – in der Barszene einen Namen gemacht. Die Milchfiltration hat eine lange Tradition: Sie wurde schon im 18. Jahrhundert verwendet, um Getränke klar und haltbar zu machen – alkoholische ebenso wie Limonaden. Das erste Milk-Punch-Rezept, das man heute noch kennt, wurde schon 1711 von einer amerikanischen Hausfrau notiert. Wie man so einen klaren Punch herstellt, verrät Konstantin gerne: „Viele meiner Stammgäste mixen sich ihre eigenen Milk Punches zu Hause“, berichtet er. Sie kommen natürlich trotzdem weiterhin zu ihm – eine gute Bar wie die „Stairs Bar“ ist schließlich so viel mehr als nur ein guter Drink, ein echtes Gesamterlebnis eben. 

1. Die Erfolgsformel
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Konstantin hat eine eigene Rezeptur – beziehungsweise Erfolgsformel – für seine Milk Punches entwickelt: „Die funktioniert immer!“ Man müsse nur auf das richtige Verhältnis achten, erklärt er. Und so sieht die Formel aus:
350 Gramm Spirituose + Likör (im gewünschten Mix)
450 Gramm Filler (zum Beispiel Saft, Tee oder Wasser)
90 Gramm Säurequelle 
80 Gramm Süßequelle 
230 Gramm Milch 

Warum in Gramm statt in Milliliter wie sonst bei Drinks? Konstantin: „Weil es einfacher zu berechnen ist, wenn man raffinierten Zucker nimmt. Nimmt man nur flüssige Zutaten, geht es natürlich auch in Milliliter.“ Ach so! 

Was braucht man an Equipment? 1 Küchenwaage, 2 große Messbecher (mindestens 1 Liter oder man rechnet das Verhältnis der Zutaten herunter), 1 möglichst großes Sieb, 1 Kaffeefilter, 1 langen Löffel sowie 1 Trichter und 1 Flasche zum Abfüllen des fertigen Punches. 

Und etwas Zeit sollte man natürlich auch mitbringen. 

2. Das Rezept
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Wir wollen heute einen Milk Punch mit Southern Comfort Black mixen. Konstantin hat sich mit dem Produkt und seinem Whiskey-betonten Geschmack vorher schon beschäftigt und hat als Profi sofort erkannt, was gut dazu passt: Ingwerlikör, naturtrüber Apfelsaft und Zimtsirup sollen die würzigen Noten unterstreichen.

Konstantins Rezept lautet demnach: 

300 Gramm Southern Comfort Black
50 Gramm Ingwerlikör
450 Gramm naturtrüber Bio-Apfelsaft
90 Gramm Zimtsirup (den kannst du kaufen oder dir ganz einfach aus Wasser und Zucker im Verhältnis 1:1, gewürzt mit Zimt, selbst herstellen)
80 Gramm Zitronenwasser (aus Wasser, Zitronensäure, Dextrose, Fructose und Abrieb der Zitrone – du kannst aber genauso gut frischen Zitronensaft auspressen!)
230 Gramm Sojamilch (klassische Kuhmilch geht natürlich auch)

Alles notiert? Dann können wir uns an die Umsetzung machen!

3. Die Punch-Zutaten abwiegen
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Wichtig ist das grammgenaue Abwiegen. Okay, zwei drei Gramm mehr oder weniger pro Zutat sind kein Problem. Damit es hübscher aussieht und man die einzelnen Bestandteile in der benötigten Menge noch einmal gut sieht, füllt Konstantin alle Zutaten erst einmal in einzelne Karaffen.  

Du kannst diesen Schritt aber auch überspringen und gleich alles bis auf die Milch direkt in den ersten großen Messbecher gießen. Schön kräftig umrühren nicht vergessen, bei festem Zucker ist es wichtig, dass er sich ganz aufgelöst hat. Die Milch gibst du dann in den zweiten Messbecher. Sojamilch funktioniert dabei genauso wie Kuhmilch. Hafer- oder Mandelmilch auch. Reismilch hingegen nicht so gut, hat Konstantin festgestellt. 

4. Die Milch macht’s!
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Noch ist der Punch alles andere als klar, schließlich besteht er praktisch zur Hälfte aus naturtrübem Apfelsaft. Das ändern wir jetzt: Die Zutaten gießen wir nun in die Milch – wenn ihr es zu Hause nachmacht, bitte kräftig dabei umrühren – und dann geht der magische Prozess auch schon los: Die Milch flockt aus. „Das bewirkt die Säure im Punch“, so Konstantin.
 
Man sieht es zunächst kaum, aber wenn man ein Licht hinter den Messbecher oder besser noch die glasklare Karaffe mit dem Milch-Punch-Mix stellt, dann doch ziemlich gut:
Foto: Milch fängt an zu flocken
Hübsch sieht das aus, wie in einer Schneekugel. Doch was passiert hierbei ganz genau? Die Eiweiße der Milch koagulieren, so lautet der Fachbegriff für Ausflocken, wenn sie auf Säure treffen. Dabei verbinden sie sich zu einem Gitter, einem dreidimensionalen Netz – und das wiederum bindet die Schwebstoffe in der Flüssigkeit, die für die Trübe sorgen, an sich. Lässt man den Becher oder die Karaffe ein paar Stunden stehen, dann setzen sich die festen Stoffe unten ab und oben ist die klare Flüssigkeit. Aber so lange wollen und müssen wir nicht warten.

Und darum heißt es nun:

5. Ab durch den Filter!
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Ein großes Sieb und ein Filter für Industrie-Kaffeemaschinen nutzt der Bar-Profi, es kann aber auch ein kleineres Sieb und die Standard-Filtertüte sein – völlig egal. Durch dieses gießt du jetzt den Milch-Punch-Mix in den leeren großen Messbecher. Die festen Bestandteile mitsamt der Trübstoff bleiben im Filter hängen ... 
Foto: Milch filtern
Foto: Filterung
… und wie man schon sieht: Was unten heraus tropft, ist tatsächlich glasklar, mit schöner, strohgelber Farbe.

6. Abseihen
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Jetzt geht es ganz schnell: Ein Glas, am besten einen Tumbler, mit Eis füllen. Den Milk Punch direkt aus dem Messbecher ins Glas abseihen …
… dann gerne noch, sofern vorhanden, eine Garnitur aufsetzen, zum Beispiel ein Zitronen- oder Orangenrad. Et voilà: Fertig ist der Southern Comfort Black Milk Punch!

Leute, dieser Drink ist einfach perfekt für den Sommer: Moderater Alkoholgehalt, fruchtig, leicht würzig und angenehm mild. Fast seidig! Macht das auch die Milch? „Sie sorgt auf jeden Fall dafür, dass das Getränk nicht nur klar, sondern auch weicher und runder wird“, erklärt Konstantin. Nach Milch schmecken tut der Drink übrigens nicht – der „Frischkäse“ mitsamt dem typischen Geschmack ist im Filter verblieben. Ein kostbarer Rest, den du nicht wegwerfen musst. Den kann man sich nämlich wunderbar aufs Brot schmieren und zum Drink essen. Zero Waste!

7. Milk Punch: Perfekt zum Mitnehmen
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Ein in der Flasche abgefüllter Milk Punch ist locker drei Monate haltbar und du kannst ihn auch klasse zum Picknick in den Park mitnehmen. Am besten im Eisfach gut vorkühlen, Decke ausbreiten, Eiswürfel ins Glas und gleich genießen. 

Übrigens: Natürlich funktioniert so ein Milk Punch auch mit dem klassischen Southern Comfort sehr gut. So oder so: Cheers!

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